Nationalpark
                Bayerischer Wald
  
Seit der Grüdung vor 30 Jahren wurden in den Nationalparkwäldern an der bayerisch-böhmischen Grenze schrittweise wirtschaftliche Nutzungen aufgegeben. Natürliches Werden und Vergehen herrscht in den Lebensgemeinschaften des Parks. Buchen und Tannen werden uralt und erreichen Dimensionen, die anderswo nicht mehr anzutreffen sind. Windwurf reißt großflächig Bäume nieder. Der Borkenkäfer tötet alte Fichten. Ein neuer differenzierter, struktur- und artenreicherer Wald entsteht, eine Waldwildnis ohnegleichen in ganz Deutschland.Inzwischen geschieht dies auf über 10.000 Hektar. In den nächsten 10 Jahren soll sich die Fläche verdoppeln. Stundenweit führen heute schon fernab vom Zivilisationslärm Wege und Pfade durch den wilden Wald. Ein neuer, ganz anderer Wald ist dort zu erleben, in dem tote Bäume stehen und liegen, auf und unter denen ohne Zutun des Menschen neues Leben heranwächst. Ein Wald entsteht, in dem Natur Natur sein darf. Ein Wald, in dem Pflanzen und Tiere, große und kleine, Moose und Flechten, Käfer und Spinnen, Füchse, Marder, Ameisen und Vögel nach ihren eigenen Gesetzen leben und sterben dürfen, ihre Heimat haben.